"Gesang vermindert dunkle Sorgen" (Horaz)

Schon Horaz (65 - 8 v.Chr.) nutzte die positive Wirkung von Gesang, um seine Stimmung aufzuhellen. Und sogar die heutige Wissenschaft bestätigt, was Menschen seit Jahrhunderten wissen: Singen macht glücklich. Probieren Sie es selbst aus und finden Sie Ihren Weg, Ihre Stimme zu entdecken.

 

 

Flyer "Ton in Ton"
Singen und Tonen
ton in ton 2018.pdf [ 800.5 KB ]

 

Segens- und Heilungslied

 Foto: Josef Steuer

 

Der Mensch besteht aus einem Dreiklang von Körper, Seel und Geist. Unsere verwissenschaftliche Gesellschaft betrachtet diesen Dreiklang nicht mehr als zusammengehörend. Der Zusammenklang, das gemeinsame Schwingen wird nicht mehr wahrgenommen. Die Töne stehen für sich da, werden nicht mehr ins Obertonsystem eingeordnet. Das Ergebnis: Der Körper wird zur mehr oder weniger funktionierenden Maschine, der Geist zur reinen Vernunft und die Seele, die nicht unmittelbar fassen können, wird als nicht existent in Frage gestellt. Wenn im Dreiklang die Terz fehlt, bleibt die reine Quinte übrig - sie klingt, aber sie klingt leer, spannungsgeladen, sie beruhigt nicht.

In einer Predigt habe ich einmal gehört, dass im alten jüdischen Sinne es keinen Unterschied zwischen den Worten Kehle und Seele gäbe. "Meine Kehle (Seele) preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter".

Wer singt, hat Kontakt zu seiner Seele. Wer singt, hält seinen Geist wach. Wer singt aktiviert seinen Körper. Körper - Seele - Geist wird als Dreiklang in Einklang gebracht.